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Die Legende vom Grünen Stein

Der blaugrüne, spiegelglatt geschlissene kristalline Stein befand sich in der Pflasterung im Durchgang vom Vorderen Tor, also an einer der frequentiertesten Stellen in der mittelalterlichen Stadt, wo jeder Besucher vorbeikam.

In früheren Zeiten rühmten sich viele Weltenreisende, auch in Sopron gewesen zu sein. Wenn sie aber nicht sagen konnten, wo sich der legendäre Grüne Stein befindet, glaubte ihnen keiner. Der blaugrüne, spiegelglatt geschlissene kristalline Stein befand sich in der Pflasterung im Durchgang vom Vorderen Tor, also an einer der frequentiertesten Stellen in der mittelalterlichen Stadt, wo jeder Besucher vorbeikam. Heute befindet sich dank einer Spende eines Soproner Lokalpatrioten wieder eine stilisierte Kopie aus der archäologischen Sammlung des Soproner Museums an seinem ursprünglichen Platz.

Angeblich belegten vornehme Reisende, Händler, Bauern und vor allem die zahlreichen Gesellen auf Wanderschaft ihren Aufenthalt in Sopron mit der Kenntnis des Grünen Steins. Wer von hier kam, konnte anderswo gefragt werden: ”Wo befindet sich der Grüne Stein?” “Im Durchgang vom Vorderen Tor” – musste die Antwort lauten.

Der originale Grüne Stein ist heute noch zu sehen, das blaugrüne kristalline Mineral, groß wie ein Menschenkopf und in der Geologie als Lazulith oder auch Blauspat bekannt, befindet sich im gotischen großen Saal im Fabricius-Haus. Er besteht aus Eisen, Mangan, Aluminiumphosphat, die grüne Färbung stammt vom Eisengehalt. In Ungarn ist er selten, er kommt nur im Sopron-Gebirge, einem Ausläufer der Alpen, vor. Wahrscheinlich wurde er wegen seiner seltenen Farbe und Größe besonders beachtet und an einer öffentlichen Stelle verwendet.

Zum ersten Mal wird er im sog. Korabinsky-Lexikon erwähnt, das 1786 in deutscher Sprache in Pressburg erschien, die Bibliothek des Museums besitzt ein Exemplar. Im Abschnitt über Sopron steht, dass „... der grüne Stein unter dem Durchgang des vordern Thors…” zu sehen ist. Die spiegelglatt abgeschlissene Oberfläche beträgt 23x18 cm, die dickste Stelle 14 cm. Dieser farbenprächtige Stein war im Pflaster des Vorderen Tors für jedermann sichtbar und wurde zu einem Symbol der Stadt.

Den Soproner Péter Kuslics faszinierte die Legende, die er während einer Führung von Tamás Taschner kennenlernte. Er ließ von der Glaskünstlerin Márta Edőcs eine getreue Kopie des Grünen Steins anfertigen, die dann unter Mitwirkung des Museums ihren Platz an der vermutlich ursprünglichen Stelle in der Nähe des Feuerturms fand.

(Korabinsky, Johann Matthias: Geographisch-historisches und Produkten Lexikon von Ungarn, Pressburg , 1786
Domonkos Ottó, Nyugati Kapu, 2000. június 23.)

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